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Preisträger 2017

Kategorie 1 (< 20 Mitarbeitende)

KMU-kreative Marketingunterstützung, Filderstadt
Katja Hofmann und Kim-Alleen Hofmann

Als Marketingagentur entwickelt KMU außergewöhnliche Konzepte für mittelständische Unternehmen. Bereits seit 2009 fördert die Agentur Potenziale und Talente junger Menschen. So schult und coacht KMU beispielsweise die Juniorfirma „harvit“ des Paul-Klee-Gymnasiums in Rottenburg. Die Schülerfirma bietet für Unternehmen Teambildungsseminare und Marketingkonzepte an. Schon mehrfach wurde die Schülerfirma dafür ausgezeichnet. Ein besonderes Anliegen von Firmengründerin Katja Hofmann ist es zudem, Mädchen für das Berufsbild der „Unternehmerin“ zu begeistern. Dafür berichtet sie in Schulen ehrenamtlich über ihre Erfahrungen als Selbständige. Die Agentur evaluiert ihr gesellschaftliches Engagement auf wissenschaftlicher Basis und entwickelt dieses kontinuierlich weiter. Ziel ist es „Verantwortungspartnerschaften“ mit den Kooperationspartnern einzugehen. Um diesen Gedanken an Nachwuchsführungskräfte im eigenen Hause weiterzugeben, werden diese in Coachings weitergebildet.

Von links: Pfarrer Oliver Merkelbach (Vorstandsvorsitzender des Caritasverbandes der Diözese Rottenburg-Stuttgart), Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut MdL (Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau), Kim-Alleen und Katja Hofmann (KMU-kreative Marketingunterstützung, Filderstadt), Dr. Frank Otfried July (Landesbischof der Evangelischen Landeskirche in Württemberg), Laudatorin Bettina Schmauder (Bund der Selbstständigen Kirchheim e.V.), Oberkirchenrat Dieter Kaufmann (Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werks Württemberg), Dr. Gebhard Fürst (Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart)

Kategorie 2 (20–149 Mitarbeitende)

Alpensped GmbH Internationale Logistik, Mannheim
Christian Faggin

Die Alpensped GmbH ist ein internationales Logistikunternehmen und fährt bevorzugt Süd- und Südosteuropa an. Seit vielen Jahren unterstützt die Alpensped GmbH karitative Einrichtungen und Projekte auf der ganzen Welt finanziell. Zusätzlich kompensiert das Unternehmen einen Teil der verursachten indirekten Emissionen, indem es das Projekt „Solarenergie für Bildung und Jobs“ in Tansania unterstützt. Ganz besonders fördert die Spedition das soziale Engagement ihrer Mitarbeitenden: immer wieder werden sie freigestellt, um bei der Mannheimer Tafel mitzuhelfen. Die Auszubildenden verpflichten sich zu mindestens zwei Hilfseinsätzen bei der Tafel. Das Stärken der Sozialkompetenz der Mitarbeitenden steht auch im Mittelpunkt, wenn Vertreter von „Ärzte ohne Grenzen“ regelmäßig in der Spedition von ihren Einsätzen berichten. Außerdem unterstützte die Alpensped GmbH die Gründung der „Akademie der Vielfalt“. Sie soll ein Ort sein, an dem sich Menschen austauschen können. Die angebotenen Veranstaltungen basieren auf dem „pay what you can“-Prinzip und stehen allen Menschen offen.

Von links: Oberkirchenrat Dieter Kaufmann (Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werks Württemberg), Dr. Frank Otfried July (Landesbischof der Evangelischen Landeskirche in Württemberg), Dr. Gebhard Fürst (Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart), Massimo und Christian Faggin (Alpensped GmbH Internationale Logistik, Mannheim), Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut MdL (Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau), Pfarrer Oliver Merkelbach (Vorstandsvorsitzender des Caritasverbandes der Diözese Rottenburg-Stuttgart), Laudator Steffen Heil (Vorstandsvorsitzender der Auerbach-Stiftung)

Kategorie 3 (150–500 Mitarbeitende)

VAUDE GmbH & Co. KG, Obereisenbach /Tettnang
Sarra Braa

VAUDE produziert und vertreibt nachhaltige und innovative Outdoor-Ausrüstung. Auf Initiative der Mitarbeitenden öffnete das Unternehmen das betriebliche Gesundheitsmanagement für Geflüchtete. Beim gemeinsamen Klettern wurde deutlich, dass die Integration in den Arbeitsmarkt Thema Nummer eins ist. So begannen die Mitarbeitenden, gemeinsam mit Geflüchteten nachhaltige Taschen aus Stanzresten herzustellen. Der Erlös für die Taschen fließt an das Asylnetzwerk Tettnang zurück. Da die Taschen bei den Konsumenten gut ankommen, sollen sie dauerhaft produziert und hierfür neue Stellen für Geflüchtete geschaffen werden. Darüber hinaus organisierte VAUDE einen Tag der offenen Tür speziell für Geflüchtete. Sie konnten an Bewerbungstrainings teilnehmen und den Arbeitsalltag kennenlernen. Seit März 2017 gibt es für sie einen kostenlosen Deutschkurs im Unternehmen. Hier werden auch Regeln und Umgangsformen unter Kollegen vermittelt. Die Personalabteilung prüft weiterhin, ob geeignete Stellen für Neuankömmlinge zur Verfügung stehen und gibt diese Informationen an die örtlichen Helferkreise und das Arbeitsamt.

Von links: Dr. Frank Otfried July (Landesbischof der Evangelischen Landeskirche in Württemberg), Pfarrer Oliver Merkelbach (Vorstandsvorsitzender des Caritasverbandes der Diözese Rottenburg-Stuttgart), Oberkirchenrat Dieter Kaufmann (Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werks Württemberg), Abdoulie Barry und Buba Njie (beide Mitarbeiter im Flüchtlingsprojekt von VAUDE GmbH & Co. KG, Obereisenbach/Tettnang), Sarra Braa (VAUDE GmbH & Co. KG, Obereisenbach/Tettnang), Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut MdL (Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau), Dr. Gebhard Fürst (Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart), Laudator Peter Heilbrunner (Leiter der Wirtschaftsredaktion im SWR-Hörfunk)

Beispielhafte Unternehmen 2017

Kategorie 1 (< 20 Mitarbeitende)


BioMARKT Roland Geist GmbH, Öhringen
Roland Geist

Der BioMARKT Roland Geist verkauft seit 25 Jahren Bio-Lebensmittel und Bio-Kosmetik. Das Unternehmen schuf für drei junge Frauen mit Mehrfachbehinderung Arbeitsplätze. Die Frauen schmieren Brötchen, machen Salate und verkaufen Backwaren. Eine Mitarbeiterin ist mit der Organisation rund um diese drei Arbeitsplätze betraut. Alle drei Mitarbeiterinnen haben inzwischen unbefristete sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Mittlerweile wohnen sie selbstbestimmt in einer Wohngemeinschaft in Öhringen. Um eine verbesserte und langfristige Wohnsicherheit zu schaffen, hat der BioMARKT erfolgreich einen Förderantrag bei der Aktion Mensch gestellt. In einem Mehrfamilienhaus in Öhringen entsteht nun eine neue behindertengerechte Wohnung. Die drei Mitarbeiterinnen können in der geförderten Wohnung zu moderaten Mietpreisen wohnen.


ct3-kommunikation GmbH, Mannheim
Christian Tschürtz

Die ct3-kommunikatin GmbH designt Flyer, Broschüren oder auch DVD-Cover und erstellt Websites. Mit der Lebenshilfe Bruchsal hat das Unternehmen das Projekt COMEBAGS gestartet: Hier werden Werbebanner, die nicht mehr verwendet werden, in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung zu modernen Taschen recycelt. Die partnerschaftliche Zusammenarbeit erfolgt auf Augenhöhe. Inspiriert von der Fairtrade-Idee erhalten alle Beteiligten einen fairen Anteil am Erlös. Die Mitarbeitenden in der Lebenshilfe werden geschult und erweitern so Ihre Fähigkeiten. Wurden 2013 noch 30 Taschen im Monat produziert, waren es 2015 bis zu 1.000 Stück. Die Idee verbindet mit dem sozialen auch den ökologischen Gedanken: bewusst will das Unternehmen zeigen, dass Handarbeit mit hoher Qualität mitten in Deutschland zu fairen Bedingungen und Preisen möglich ist.


KMU-kreative Marketingunterstützung, Filderstadt
Katja Hofmann und Kim-Alleen Hofmann

Als Marketingagentur entwickelt KMU außergewöhnliche Konzepte für mittelständische Unternehmen. Bereits seit 2009 fördert die Agentur Potenziale und Talente junger Menschen. So schult und coacht KMU beispielsweise die Juniorfirma „harvit“ des Paul-Klee-Gymnasiums in Rottenburg. Die Schülerfirma bietet für Unternehmen Teambildungsseminare und Marketingkonzepte an. Schon mehrfach wurde die Schülerfirma dafür ausgezeichnet. Ein besonderes Anliegen von Firmengründerin Katja Hofmann ist es zudem, Mädchen für das Berufsbild der „Unternehmerin“ zu begeistern. Dafür berichtet sie in Schulen ehrenamtlich über ihre Erfahrungen als Selbständige. Die Agentur evaluiert ihr gesellschaftliches Engagement auf wissenschaftlicher Basis und entwickelt dieses kontinuierlich weiter. Ziel ist es „Verantwortungspartnerschaften“ mit den Kooperationspartnern einzugehen. Um diesen Gedanken an Nachwuchsführungskräfte im eigenen Hause weiterzugeben, werden diese in Coachings weitergebildet.


travel-to-nature GmbH, Heitersheim
Ivana Kubin

travel-to-nature ist ein Reiseveranstalter, der maßgeschneiderte Reisen nach Lateinamerika und in die Karibik anbietet. Das Unternehmen legt großen Wert darauf, die Reisen sozial- und umweltverträglich zu gestalten und hat auch den wirtschaftlichen Wohlstand im Reiseland im Blick. An allen Reisezielen unterstützt travel-to-nature soziale Projekte. Costa-Rica-Reisende, die beispielsweise in dem Kooperationsprojekt „La Tigra Rainforest Lodge“ übernachten, pflanzen dort ihren eigenen Regenwaldbaum. So tragen sie aktiv zur Aufforstung bei. Mit dem Errichten der Lodge erhielten viele der Ansässigen einen sicheren Arbeitsplatz und die Abwanderung aus dem Dorf konnte gestoppt werden. Auch für ein Projekt in Nepal engagiert sich travel-to-nature: für die Milijuli-Frauengruppe baute der Reiseveranstalter ein Schulungs- und Bürgerhaus, das es den Frauen ermöglicht, aus eigener Kraft ihren Lebensstandard zu verbessern.


Wolf GmbH Internationale Spedition, Sinsheim
Frederike Bühring

Die internationale Spedition Wolf GmbH übernimmt europaweit Transporte und darüber hinaus Überseetransporte per Luft- oder Seefracht. Das Unternehmen baut sein gesellschaftliches Engagement seit Jahren aus. So unterstützt die Wolf GmbH Geflüchtete, ältere Menschen und Pflegebedürftige. Die Spedition beteiligte sich etwa am Freiwilligentag der Metropolregion Rhein-Neckar: Mitarbeitende gestalteten gemeinsam mit Geflüchteten und weiteren Helfenden aus Paletten Sitzlandschaften. Aus diesem Projekt heraus konnte die Wolf GmbH einem Geflüchteten ein Langzeitpraktikum im eigenen Unternehmen ermöglichen. Außerdem spendete die Spedition anlässlich ihres 25-jährigen Firmenjubiläums der Stadt Sinsheim 25 Obstbäume, die an einem Wanderweg in Sinsheim gepflanzt wurden. Zur Weihnachtzeit verzichtet das Transportunternehmen auf Geschenke an Kunden und bietet stattdessen allen sozialen Einrichtungen der Stadt Sinsheim an, die gekauften Weihnachtsbäume kostenlos zu transportieren.

Von links: Oberkirchenrat Dieter Kaufmann (Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werks Württemberg), Dr. Gebhard Fürst (Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart), Roland Geist (BioMARKT Roland Geist GmbH, Öhringen), Christian Tschürtz (ct3-kommunikation GmbH, Mannheim), Kim-Alleen und Katja Hofmann (KMU-kreative Marketingunterstützung, Filderstadt), Ivana Kubin (travel-to-nature GmbH, Heitersheim), Frederike Bühring (Wolf GmbH Internationale Spedition, Sinsheim), Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut MdL (Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau), Pfarrer Oliver Merkelbach (Vorstandsvorsitzender des Caritasverbandes der Diözese Rottenburg-Stuttgart), Dr. Frank Otfried July (Landesbischof der Evangelischen Landeskirche in Württemberg)

Kategorie 2 (20–149 Mitarbeitende)


Alpensped GmbH Internationale Logistik, Mannheim
Christian Faggin

Die Alpensped GmbH ist ein internationales Logistikunternehmen und fährt bevorzugt Süd- und Südosteuropa an. Seit vielen Jahren unterstützt die Alpensped GmbH karitative Einrichtungen und Projekte auf der ganzen Welt finanziell. Zusätzlich kompensiert das Unternehmen einen Teil der verursachten indirekten Emissionen, indem es das Projekt „Solarenergie für Bildung und Jobs“ in Tansania unterstützt. Ganz besonders fördert die Spedition das soziale Engagement ihrer Mitarbeitenden: immer wieder werden sie freigestellt, um bei der Mannheimer Tafel mitzuhelfen. Die Auszubildenden verpflichten sich zu mindestens zwei Hilfseinsätzen bei der Tafel. Das Stärken der Sozialkompetenz der Mitarbeitenden steht auch im Mittelpunkt, wenn Vertreter von „Ärzte ohne Grenzen“ regelmäßig in der Spedition von ihren Einsätzen berichten. Außerdem unterstützte die Alpensped GmbH die Gründung der „Akademie der Vielfalt“. Sie soll ein Ort sein, an dem sich Menschen austauschen können. Die angebotenen Veranstaltungen basieren auf dem „pay what you can“-Prinzip und stehen allen Menschen offen.


beratergruppe:Leistungen Partnergesellschaft, Karlsruhe
Reinhard Stemmer

Die beratergruppe:Leistungen ist in den Feldern Wirtschaftsprüfung, Rechtsberatung, Unternehmensberatung, Vermögen, Datenschutz und Coaching tätig. Alle Mitarbeitenden erhalten pro Jahr ein bezahltes Zeitkontingent von fünf Tagen, um sich ehrenamtlich etwa in Notdiensten oder in der Gemeindearbeit zu engagieren. Die Mitarbeitenden gründeten zudem den Verein „mehr:Menschlichkeit“. Dieser unterstützt unbürokratisch Jugendliche, ältere oder auch verfolgte Menschen. Um Spendengelder zu akquirieren, wurde im Herbst 2016 der „mehr:Menschlichkeit Benefiz-Golftag“ organisiert. Der Erlös kam dem Projekt „Familienherberge Lebensweg“ zugute. Hier ist ein Kinderhospiz im Bau, das Familien mit schwerstkranken Kindern eine Auszeit vom Alltag schenkt. In vielen Bereichen hilft das Unternehmen auch beratend, so besucht eine der Rechtsanwältinnen regelmäßig das Karlsruher Frauenhaus.


EWS Elektrizitätswerke Schönau eG, Schönau
Armin Komenda

Die Elektrizitätswerke Schönau Netze GmbH baut und erneuert als Netzbetreiber das Kabel- und Gasnetz. Das Unternehmen wurde nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl 1986 aus einer Bürgerinitiative heraus gegründet. Seitdem engagiert es sich für eine Energieversorgung auf Basis erneuerbarer Energien. Mit ihrem Projekt SolidarEnergie verbindet die EWS klimafreundliches Wirtschaften mit Kultur und sozialem Engagement. Privatleute oder Unternehmen stellen zu diesem Zweck ihre Dachflächen zur Verfügung, damit die EWS auf eigene Kosten Solaranlagen errichten und betreiben kann. Die Erlöse aus der Stromerzeugung werden von der Volksbank Freiburg eG verdoppelt und gehen dann an den Verein SolidarEnergie für karitative Zwecke. Seit 2011 konnten so die AIDS-Hilfe, die Freiburger Straßenschule, ein interkultureller Musikverein, engagierte Künstler und viele mehr mit über 90.000 Euro unterstützt werden. Das Projekt SolidarEnergie dient damit als Modell für eine Partnerschaft für Klima, Kultur und Soziales.


Familienheim Schwarzwald-Baar-Heuberg eG, Villingen-Schwenningen
Melanie Pees

Das Familienheim Schwarzwald-Baar-Heuberg baut und vermietet bezahlbare Wohnungen. Schon seit zehn Jahren kooperiert das Familienheim mit der Stiftung Liebenau, die Menschen mit Behinderung unterstützt. So können Menschen mit einem Handycap über das Familienheim erstmals eine eigene Wohnung anmieten. Die Baugenossenschaft hat vergangenen Sommer einen „Sozialen Tag“ veranstaltet, um eine von der Liebenau Teilhabe gGmbH angemietete Werkstatt einzuweihen. Die Einweihungsparty bereiteten die Mitarbeitenden gemeinsam mit den gehandicapten Menschen in kleinen Arbeitsgruppen vor. Die gemeinsame Arbeit sorgte dafür, dass Berührungsängste von beiden Seiten abgebaut wurden und sich Freundschaften entwickeln konnten. Unter dem Namen „Breite Mühle“ öffnet die Baugenossenschaft außerdem ihre Geschäftsräume in Villingen-Schwenningen für Gruppen mit gemeinsamen Interessen. Ziel ist es, den Mietern und allen Interessierten eine Plattform für gemeinsame Aktivitäten zu bieten.


Fritz Fels GmbH Fachspedition, Heidelberg
Thomas Beck

Die Fachspedition Fritz Fels bietet Umzüge aller Art an. Mit dem Projekt „Raus aus dem toten Winkel“ sensibilisiert das Familienunternehmen Grundschulkinder für Unfälle, die sich aufgrund des „Toten Winkels“ ereignen. Die Kinder sitzen selbst in einem von der Firma zur Verfügung gestellten LKW. So können sie sich vorstellen, wie ein Lkw- oder Busfahrer den Bereich rechts neben seinem Fahrzeug oder direkt davor nicht überblicken kann. Außerdem unterstützt die Spedition Kinder im St. Paulus Kinderheim Heidelberg, indem es kleine Geburtstagsgeschenke für die Kinder finanziert. Für das Kinderheim organisiert das Unternehmen zudem dringend benötigte Fahrräder, Laptops oder auch Möbel. Die Firma Fritz Fels ist außerdem Sponsorin des Kinderfestes der Stadt Mannheim und organisiert hier zwei Stationen im Bewegungsbereich.

Von links: Pfarrer Oliver Merkelbach (Vorstandsvorsitzender des Caritasverbandes der Diözese Rottenburg-Stuttgart), Dr. Frank Otfried July (Landesbischof der Evangelischen Landeskirche in Württemberg), Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut MdL (Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau), Christian Faggin (Alpensped GmbH Internationale Logistik, Mannheim), Reinhard Stemmer (beratergruppe:Leistungen Partnergesellschaft, Karlsruhe), Armin Komenda (EWS Elektrizitätswerke Schönau eG, Schönau), Barbara Reichstein, Svenja Graf und Melanie Pees (alle Familienheim Schwarzwald-Baar-Heuberg eG, Villingen-Schwenningen), Thomas Beck (Fritz Fels GmbH Fachspedition, Heidelberg), Oberkirchenrat Dieter Kaufmann (Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werks Württemberg), Dr. Gebhard Fürst (Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart)

Kategorie 3 (150–500 Mitarbeitende)


BENZ GmbH Werkzeugsysteme, Haslach
Nadine Uhl und Beate Schwab (Club 82)

Die BENZ GmbH liefert als einer der weltweit führenden Hersteller Systeme der Werkzeug- und Maschinentechnik. Mitarbeitende des Unternehmens engagieren sich gemeinsam mit Mitgliedern des Club 82 – ein Freizeitclub für Menschen mit Beeinträchtigung – für soziale Einrichtungen oder hilfsbedürftige Menschen im Raum Haslach im Kinzigtal. „Wir für euch“ heißt das gemeinsame Projekt, das bisher Tafelläden, Kleiderkammern oder ein Kinderhospiz unterstützte. Sowohl die BENZ-Mitarbeitenden wie die Club-82-Mitglieder bringen ihre Zeit und Eigenleistungen ehrenamtlich ein. Durch dieses Projekt werden Menschen mit Behinderung nicht mehr als „hilfsbedürftig“ angesehen, sondern als Helfende. Die Devise lautet Gemeinsam etwas bewegen. Um das Projekt zu finanzieren, verzichtet die BENZ GmbH auf Weihnachtsgeschenke für ihre Kunden und spendet den eingesparten Geldbetrag dem Club 82.


ESTA Apparatebau GmbH & Co. KG, Ulm
Wolfgang Fezer

Die ESTA Apparatebau GmbH stellt Absauganlagen für Industrie und Gewerbe her. Mit einer Selbstverpflichtung erklärte das Unternehmen 2016, dass mindestens zwei Prozent der Belegschaft Geflüchtete sein sollen. Damit will die ESTA GmbH eine Signalwirkung an andere Unternehmen im Alb-Donau-Kreis aussenden. Mittlerweile beschäftigt ESTA vier Geflüchtete – zwei als Monteure und zwei weitere als Hausmeister und Lagerhelfer. In enger Zusammenarbeit mit dem Asylkreis Senden und der Ulmer Caritas prüft das Unternehmen laufend, ob Beschäftigungsmöglichkeiten für Geflüchtete bestehen und bietet für sie auch kurzfristig Schnuppertage an. ESTA-Geschäftsführer Peter Kulitz sensibilisiert die Belegschaft für das Thema Integration. Bei Betriebsversammlungen informiert er darüber, welche gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Chancen, aber auch Herausforderungen Integration mit sich bringt.


PSD Bank RheinNeckarSaar eG, Stuttgart
Matthias Brändle

Die PSD Bank bietet Finanzdienstleistungen für Privatkunden an. Seit 2012 schreibt die Bank in einer firmeneigenen Ehrenamtsbörse Tätigkeiten aus, die auf Anfrage sozialer Einrichtungen eingestellt werden. Mehr als die Hälfte der Bank-Mitarbeitenden engagiert sich über diese Ehrenamtsbörse. 2016 wurden 281 Ehrenamtsstunden erbracht. Jede geleistete Arbeitsstunde honoriert die Bank mit 25 Euro. Dieses Geld fließt in die hauseigene Stiftung „PSD L(i)ebensWert“. Die Stiftung ermöglichte im vergangenen Jahr mit einer Spende von 50.000 Euro an die Stadtverwaltung Stuttgart ein Projekt, bei dem Geflüchtete sich um die Pflege der „Stäffele“ kümmerten. Das unterstützte sie darin, ihren Alltag zu strukturieren und Deutsch zu lernen. Zusätzlich wird der Wettbewerb „Digital macht Schule“ unterstützt. Hier werden innovative Lernideen gefördert und Kindern und Jugendlichen verantwortungsvoll das Thema Digitalisierung nähergebracht. Im Bereich Umweltschutz hat sich die Bank außerdem zum Ziel gesetzt, bis Ende 2017 90 Prozent ihrer papierhaften Prozesse zu digitalisieren.


VAUDE GmbH & Co. KG, Obereisenbach /Tettnang
Sarra Braa

VAUDE produziert und vertreibt nachhaltige und innovative Outdoor-Ausrüstung. Auf Initiative der Mitarbeitenden öffnete das Unternehmen das betriebliche Gesundheitsmanagement für Geflüchtete. Beim gemeinsamen Klettern wurde deutlich, dass die Integration in den Arbeitsmarkt Thema Nummer eins ist. So begannen die Mitarbeitenden, gemeinsam mit Geflüchteten nachhaltige Taschen aus Stanzresten herzustellen. Der Erlös für die Taschen fließt an das Asylnetzwerk Tettnang zurück. Da die Taschen bei den Konsumenten gut ankommen, sollen sie dauerhaft produziert und hierfür neue Stellen für Geflüchtete geschaffen werden. Darüber hinaus organisierte VAUDE einen Tag der offenen Tür speziell für Geflüchtete. Sie konnten an Bewerbungstrainings teilnehmen und den Arbeitsalltag kennenlernen. Seit März 2017 gibt es für sie einen kostenlosen Deutschkurs im Unternehmen. Hier werden auch Regeln und Umgangsformen unter Kollegen vermittelt. Die Personalabteilung prüft weiterhin, ob geeignete Stellen für Neuankömmlinge zur Verfügung stehen und gibt diese Informationen an die örtlichen Helferkreise und das Arbeitsamt.


WGfS GmbH, Filderstadt
Rosemarie Amos-Ziegler und Jan Stark (Gotthard-Müller-Schule)

Die WGfS GmbH – Pflegen mit Herz und Verstand – bietet Betreuung und Pflege von älteren Menschen an. Zusammen mit der Gotthardt-Müller-Gemeinschaftsschule hat die WGfS bereits mehrere soziale Projekte durchgeführt. Seit einem Jahr treffen sich so sieben Seniorinnen und Senioren aus der Pflegeeinrichtung regelmäßig mit 18 Jugendlichen der Gotthard-Müller-Schule. Diese Jugendlichen sind vorwiegend Flüchtlingskinder aus Kriegsgebieten. In intensiven und lebhaften Gesprächen thematisieren sie Persönliches: Viele der Heimbewohner haben einmal Ähnliches erlebt und können Trost spenden. In Workshops malen, kochen und lachen sie gemeinsam und es wird auch mal geweint. Außerdem haben die Flüchtlingskinder und die älteren Menschen gemeinsam mit der Kunstschule Filderstadt ein Theaterstück einstudiert. Die WGfS GmbH übernahm sämtliche Kosten, die Stadt stellte für die Aufführung die Stadthalle FilHarmonie kostenfrei zur Verfügung. Bei einer anderen Aktion, dem Maultaschenprojekt, entstand ein gemeinsames Kochbuch. Gemeinsam konnten Alt und Jung so die schwäbische Tradition neu erleben, denn internationale Füllungen wurden in den Gerichten verpackt.

Von links: Dr. Gebhard Fürst (Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart), Dr. Frank Otfried July, (Landesbischof der Evangelischen Landeskirche in Württemberg), Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut MdL (Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau), Beate Schwab (Club 82, Sozialpartner von BENZ GmbH Werkzeugsysteme, Haslach), Nadine Uhl (BENZ GmbH Werkzeugsysteme, Haslach), Wolfgang Fezer (ESTA Apparatebau GmbH & Co. KG, Ulm), Matthias Brändle (PSD Bank RheinNeckarSaar eG, Stuttgart), Sarra Braa (VAUDE GmbH & Co. KG, Obereisenbach/Tettnang), Rosemarie Amos-Ziegler (WGfS GmbH, Filderstadt), Pfarrer Oliver Merkelbach (Vorstandsvorsitzender des Caritasverbandes der Diözese Rottenburg-Stuttgart), Oberkirchenrat Dieter Kaufmann (Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werks Württemberg)

Teilnehmer 2017

Ein großer Dank an alle Teilnehmer diesen Jahres.
Die komplette Teilnehmerliste gibt es hier als PDF (106 KB) zum Download​​​​​​​.

Bildergalerie 2017