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Beispielhafte Unternehmen 2022

Kategorie 1 (< 20 Mitarbeitende)

 

Betten-Scheel, Geislingen
Ansprechpartner: Daniel Renz
Tel: 07331 963396
Email: miriam@kissen.de
Web: www.betten-scheel.de
Sozialpartner: Nähkreis - Evangelische Kirchengemeinde Adelberg
Branche: Handel

Ein Herz für krebskranke Frauen, das zeigt das Bettenfachgeschäft Scheel in Geislingen buchstäblich. Denn es unterstützt die ehrenamtlichen Näherinnen des Nähkreises der Evangelischen Kirchengemeinde Adelberg beim Nähen von Herzkissen. Diese werden an Brustkrebs-Patientinnen in der Klinik am Eichert in Göppingen weitergegeben. Denn die spezielle Form der Herzkissens eignet sich ideal zum Unter-den-Arm-legen, und dies nimmt den frischoperierten Frauen nach einer OP den Druck von der Narbe. Der zweite Pluspunkt: Diese Kissen muntern die Patientinnen auf. Hinter der Aktion steht ein Versprechen, das lautet: Für jedes Kissen, das bei Betten-Scheel oder seinem Online-Shop erworben wird, ein solches Herzkissen entstehen zu lassen. Das Füllmaterial – nämlich Bastelwatte – steuert Betten Scheel bei. Dabei wird in der Produktion großen Wert auf Nachhaltigkeit gelegt. Das Engagement von Betten Scheel zeigt eine bewegende Kooperation mit der regionalen Kirchengemeinde Adelberg. Es verbindet die Kernkompetenz des Unternehmens und Ökologie mit sehr viel Empathie.


Café Stäbler, Wilhelmsdorf
Ansprechpartner: Raphael Stäbler
Tel: 07503 1651
Email: michael.staebler@t-online.de
Web: www.cafe-staebler.de
Sozialpartner: Die Zieglerschen Neuland; TSG Wilhelmsdorf
Branche: Bäckerei mit Café

Mal anders kommunizieren – auf dieses Wagnis hat sich das Café Stäbler eingelassen. Denn beim Verkauf von Brezel, Torten und Kaffee bringt sich auch Herr K. ein. Ein Mann mit einer geistigen Behinderung. Die Idee, einen Menschen mit Behinderung in den Arbeitsalltag aufzunehmen, bestand schon bei der Gründung des Cafés im Jahre 2013 und ist nun, fast zehn Jahre später, Alltag. Möglich wurde dies durch eine Kooperation mit den Zieglerschen e.V. Neuland, wo Menschen mit und ohne Behinderung arbeiten. Von dort wurde ein Arbeitsplatz ausgelagert, und Herr K. zog in die Räume des Café Stäbler in Wilhelmsdorf bei Ravensburg ein. Hier bringt er sich mit seinen Fähigkeiten ein, und dazu gehört nicht nur das Kontrollieren der Impfnachweise. Er organisiert, bedient und berät Gäste und wird von ihnen sehr geschätzt. Sein besonderes Talent liegt beim Kommunizieren in Gebärdensprache. So hat er Videos und Bilder mitentwickelt, in denen er in Gebärdensprache die Speisekarte erklärt. Das ist gelebte Inklusion. Mutig, selbstbewusst, findet die Jury.


Felitec-Fahrzeugtechnik, Schorndorf-Schlichten
Ansprechpartner: Felix Liehr
Tel: 07181 45832
Email: oliver.raach@gmail.com
Web: www.felitec.de
Sozialpartner: Delphin-Netzwerk „Train the brain for children‘s health“ - Help for Kids and young adults; Unser Dorfladen Schlichten eG; „Marktplatz Gehirn“ mit Deutsche Schlaganfallhilfe; Hannelore Kohl Stiftung i. V. mit hw-studio weber

Branche: Fahrezugtechnik

Wollen Menschen mit einer Behinderung mit dem Auto mobil bleiben, müssen die Autos umgebaut werden. Die technischen Lösungen dafür entwickelt die Firma Felitec. Gründer und Geschäftsführer Felix Liehr imponiert es, wenn Menschen nach einer schweren Zeit aus eigener Kraft auf die Beine kommen. Bestes Beispiel dafür ist für ihn Oliver Raach, der sich nach einem schweren Unfall ins Leben zurückgekämpft hat. Gemeinsam mit diesem Mutmacher unterstützt Felitec das Delphin-Netzwerk zur Hilfe von in Not geratenen Familien. Vor allem alleinstehende Mütter mit behinderten Kindern sollen besser im Leben stehen und bestehen können. Die Rede ist von sichtbaren, körperlichen Behinderungen, aber auch von unsichtbaren, wie Lernbehinderungen. Resilienz-Coachings verhelfen zu neuen Perspektiven. Mit tollen Ergebnissen: Kinder tun sich anschließend bei Prüfungen leichter, junge Erwachsenen kommen aus der Einsamkeit. Die kognitiven Trainings wirken positiv gegen jede Form von Corona-Frust, gegen Angst, Mobbing und dem Auseinanderdriften der Gesellschaft. Inzwischen hat sich ein ganzes Hilfswerk entwickelt, nämlich das „For healthy children-Hilfswerk“.


TUI TravelStar Reiselounge Eilers e.K., Ballrechten-Dottingen
Ansprechpartnerin: Annette Eilers
Tel: 0160 96047500
Email: uwe-birkhofer@t-online.de
Web: www.reiselounge-eilers.de
Sozialpartner: Freie Waldorfschule Markgräflerland; Ebony Forest Reserve Chamarel Mauritius
Branche: Touristik

Kann man heute noch mit gutem Gewissen in ein fernes Land reisen? Das Reisebüro TUI Travelstar Eilers im badischen Ballrechten-Dottingen sagt dazu „ja“ und sponsert für jede Reise, die bei ihnen gebucht wird, eine Eiche, um den CO-2-Ausstoß zu kompensieren. Schülerinnen der 8. Klasse der Freien Waldorfschule Markgräflerland pflanzen die Bäume unter Anleitung eines Forstwirtschaftsmeisters im heimischen Wald und mittlerweile haben 800 Eichen in einem Privatwald ihren Platz gefunden. Diese Baumpflanz-Idee hat die Reiselounge Eilers nun auf die Trauminsel Mauritius exportiert. In Kooperation mit dem ortsansässigen Ebony Forest forstet das Reisebüro Pflanzen wieder auf. Ursprünglich war die Insel Mauritius komplett von Urwald bedeckt, nun sind es lediglich noch zwei Prozent, was dem Zuckerrohranbau geschuldet ist. Ein Mehr an einheimischen Pflanzen bedeutet auch, dass die Vielfalt an Tieren zunimmt. Kunden, die künftig nach Mauritius reisen, können selbst im Ebony Forest Reserve einen Baum pflanzen, oder das Projekt finanziell unterstützen und damit ihren Co2-Fußabdruck ausgleichen, der durch den Flug entstanden ist.

(v.l.n.r.) Claus Peter Dreher (Vorstand des Caritasverbandes für die Erzdiözese Freiburg), Dennis Kutzner und Patricia Stäbler (Café Stäbler), Christina Kiefer und Anette Eilers (TUI TravelStar Reiselounge Eilers), Oliver Raach (Felitec-Fahrzeugtechnik), Andy Negreros (Andys Früchte), Daniel Renz (Betten-Scheel), Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut (Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus), Prof. Dr. Heike Springhart (Landesbischöfin der Landeskirche Baden), Stephan Burger (Erzbischof der Erzdiözese Freiburg), Oberkirchenrat Urs Keller (Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werks Baden).

Copyright Foto: Uta Rometsch / Caritasverband der Diözese Rottenburg-Stuttgart e. V.

Kategorie 2 (20–149 Mitarbeitende)

Baugenossenschaft Familienheim eG, Villingen-Schwenningen
Ansprechpartnerin: Melanie Pees
Tel: 07721 8991 0
Email: pees@bgfh.de
Web: www.bgfh.de
Sozialpartner: Liebenau Teilhabe gemeinnützige GmbH; Diakonisches Werk Schwarzwald-Baar-Kreis; Turnverein Villingen 1848 e.V.
Branche: Wohnungswirtschaft

Weil der Stadtlauf in Villingen wegen Corona ausfiel, veranstaltete die Baugenossenschaft Familienheim eG kurzerhand einen eigenen digitalen Spendenlauf, den Heimat:lauf. Mit überwältigender Resonanz: 502 Menschen machten an drei Lauftagen mit, die Kindergartengruppe war genauso dabei wie Familien und sogar ein Ultramarathonläufer. Trotz regnerischem Wetter kam jeder Läufer im Schnitt auf  21,2 Kilometer. Festgehalten wurde dies über eine Lauf-App. Die App und ein Trikot waren die verbindenden Elemente, die ein Gemeinschaftsgefühl vermittelten. Der Spitzenplatz war heiß umkämpft. Letztlich ergatterte ihn der Ultramarathonläufer Andreas Herrmann aus Ravensburg mit sagenhaften 146,3 Kilometern. Das Familienheim spendete für jeden gelaufenen Kilometer einen Euro. Statt der erwarteten 6.000 Kilometern Laufstrecke kamen am Ende 10.640 Kilometer zusammen. Die Spenden gingen an die Diakonie für ein Digitalisierungsprojekt, ebenso an die Stiftung Liebenau für einen Schulungsraum und an den TSV Villingen für seine Jugendarbeit.  


Hawo GmbH, Obrigheim
Ansprechpartnerin: Julia Keller
Tel: 06261 977012
Email: katja.falknhain@hawo.com
Web: www.hawo.com
Sozialpartner: Stadt Mosbach/Abteilung Soziale Integration und Prävention; TV 1846 Mosbach e. V.; Angkor Hospital for Children
Branche: Industrie

Hawo entwickelt und produziert nachhaltige Verpackungssysteme etwa für Wäschereien oder Krankenhäuser. Eigentlich sollten im März diesen Jahres die ersten Mitarbeitenden in die Büros im neu eröffneten Technik Center im badischen Obrigheim einziehen. Doch dann kam der Ukrainekrieg und damit die Wohnungsnot. Das Familienunternehmen funktionierte kurzerhand einen Teil der neuen Arbeitsräume in Wohneinheiten um. In enger Abstimmung mit der Stadt Mosbach und dem Landratsamt wurden innerhalb kürzester Zeit eine Sondergenehmigung erteilt, damit die Büros vorübergehend als Wohnraum genutzt werden dürfen. Die bereits installierten PCs und Schreibtische wurden gegen Betten und Kleinmöbel getauscht. Drei geflüchtete Familien finden nun vorübergehend in den beiden hellen Familienzimmern Platz. Der bisherige Aufenthaltsraum wurde mit einer Küchenzeile, Waschmaschine und Kühlschränken ausgestattet und das Team spendete Kinderkleidung, Spielzeug, Buggies und Kinderbetten. Hinter dieser Anpacker-Mentalität steht ein großes Maß an Verantwortungsbewusstsein, lobt die Jury.


Bäckerei Konditorei Sailer GmbH, Stuttgart
Ansprechpartnerin: Stefanie Sailer-Puritscher
Tel: 0711 9546860
Email: info@baeckerei-sailer.de
Web: www.baeckerei-sailer.de
Sozialpartner: Evangelischer Kirchenkreis Stuttgart Diakoniepfarramt; Schwäbische Tafel Stuttgart e. V.; Blaukreuz-Zentrum Stuttgart
Branche: Handwerk

Welcher Wert und wie viele Arbeitsprozesse in einem Brot stecken, weiß die Bäckerei und Konditorei Sailer aus Stuttgart ganz genau. Kein Ciabatta oder Bauernbrot soll verderben oder weggeworfen werden. Die Bäckerei hat sich deshalb mit der Initiative „Too good to go“ – was so viel heißt wie „zu gut zum Wegwerfen“ – zusammengetan. Täglich gibt sie unverkaufte Backwaren in Tüten günstig weiter und bewahrt die guten Brote, Kuchen und Brötchen vor der sinnlosen Vernichtung. Das tägliche Brot soll auch bedürftigen Menschen zur Verfügung stehen. Sailer tritt dafür ein, spendet und kooperiert mit der Stuttgarter Vesperkirche, der Heilsarmee, dem blauen Kreuz oder der Schwäbischen Tafel. Neben Brot ist die gute Luft lebenswichtig. Für Sailer Grund genug, mit sich bei der Aktion „Pendlerbrezel“ zu beteiligen: Jeder Radfahrer erhält  in den Aktionswochen eine Gratis-Brezel pro Tag. Ziel ist, auf die Attraktivität des Fahrrades als Verkehrsmittel für den Alltag und zum Job-Pendeln aufmerksam zu machen. Kooperationspartner ist die Initiative „Radkultur“.


Tröndle Haustechnik GmbH, Waldshut-Tiengen
Ansprechpartnerin: Claudia Töndle
Tel: 07751 910146
Email: ct@troendle-haustechnik.de
Web: www.troendle-haustechnik.de
Sozialpartner: Black Angels e.V.
Branche:

Wenn viele Hände anpacken, ist unkomplizierte Hilfe möglich, auch für die Flutopfer im Ahrtal. Bestes Beispiel liefert Tröndle Haustechnik. Das Unternehmen hat einer Familie im Ahrtal nach der Flutwasserkatastrophe eine komplette Heizungsanlage im Wert von 10.000 Euro gespendet. Anstoß dazu gab ein befreundeter Heizungsbauer. Gemeinsam mit einem Mitarbeiter der Firma Tröndle hat er die Anlage konzipiert und bestellt. Ein Speditionsunternehmen konnte gewonnen werden, um die Teile kostenlos nach Dernau im Ahrtal zu transportieren. Ein Helferteam aus befreundeten regionalen Unternehmern und Handwerkern baute die Heizungsanlage schließlich vor Ort ein. Doch nicht genug: Gemeinsam haben die Beteiligten den Spendenverein für die Flutopfer, die „Black Angels“, gegründet. Deren Ziel ist es, den Flutopfern langfristig und gezielter zu helfen. Der Jury gefiele die Machermentalität von Tröndle Haustechnik ebenso, wie die Hilfsbereitschaft der beteiligten lokalen Unternehmen.

(v.l.n.r.) Prof. Dr. Heike Springhart (Landesbischöfin der Landeskirche Baden), Stephan Burger (Erzbischof der Erzdiözese Freiburg), Claudia Tröndle (Tröndle Haustechnik GmbH), Stefanie Sailer-Puritscher (Bäckerei Konditorei Sailer GmbH), Günther Seitz (Holzmanufaktur Rottweil GmbH), Leonard Wolf, Christian Wolf und Hans Wolf (hawo GmbH), Sebastian Merkle (Baugenossenschaft Familienheim eG), Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut (Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus), Claus Peter Dreher (Vorstand des Caritasverbandes für die Erzdiözese Freiburg), Oberkirchenrat Urs Keller (Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werks Baden).

Copyright Foto: Uta Rometsch / Caritasverband der Diözese Rottenburg-Stuttgart e. V.

Kategorie 3 (150–500 Mitarbeitende)

AHP Merkle GmbH, Gottenheim
Ansprechpartner: Christen Merkle
Tel: 0766542080
Email: m.preuss@ahp.de
Web: www.ahp.de
Sozialpartner: Renate-Merkle-Stiftung
Branche: Industrie

Die AHP Merkle GmbH in Gottenheim bei Freiburg entwickelt und konstruiert Hydraulikzylinder.

Das Unternehmen unterstützt die Renate-Merkle-Stiftung, die seit 20 Jahren Menschen in der Ukraine hilft, die in Not sind. So gingen noch 2021 – also vor dem Krieg - 40.000 Euro nach Lemberg für arme, kranke und alte Menschen. Zusätzlich unterhält AHP Merkle dorthin über 100 Brotpatenschaften. Mit Kriegsbeginn war klar: das Unternehmen will diese Unterstützung ausbauen. Die Anfrage ob die finanziellen Mittel für die Brotspenden auch für Medikamente eingesetzt werden dürfen, war der Startschuss für einen großangelegten Spendenaufruf. Verbreitet wurde dieser über Sozialen Medien, Zeitungen und auch im Radio, und die Spendenbereitschaft ist riesengroß. Die Stiftung kann auf lang bestehende Strukturen zurückgreifen, um Schmerztabletten, Erste-Hilfe-Sets oder auch Notstromgeneratoren in die Ukraine zu schaffen und in Absprache mit örtlichen Behörden zu verteilen. Aufgrund des ehrenamtlichen Engagements einiger Mitglieder der Familie Merkle kommt jeder gespendete Euro in der Ukraine an.


Compart AG, Böblingen
Ansprechpartner: Carsten Lüdtge
Tel: 07031 62050
Email: carste.luedtge@compart.com
Web: www.compart.com
Sozialpartner: Berufsbildungswerk (BBW) Mosbach-Heidelberg
Branche: IT

Ihre Kompetenz, nämlich Software für alle Kanäle herzustellen und zu vertreiben, bringt die Compart AG in die Kooperation mit dem Berufsbildungswerk Mosbach-Heidelberg ein: Hier unterstützt das Unternehmen die Ausbildung von Jugendlichen mit erschwertem Bildungszugang. Ziel ist es, diese jungen Erwachsenen zu IT-Fachkräften auszubilden. Die Lehrpläne sind auf Menschen mit besonderem Förderungsbedarf zugeschnitten. Compart liefert spezielle Schulungsunterlagen, die Lehrkräfte des Berufsbildungswerks aufbereiten. Werden die Compart-Lösungen auch bei Banken oder Versicherungen eingesetzt, lernen die Azubis zugleich die ökonomischen Grundprinzipien. Weiter hat der IT-Spezialist dem Berufsbildungswerk drei 3-D-Drucker gespendet, die in den Ausbildungsgängen Fachinformatik und Metallverarbeitung zum Einsatz kommen. Sie sind die Grundlage für den Aufbau einer Drucktechnik, die in der Fertigungsindustrie gefragt ist. So werden die jungen Menschen interessant für spezielle mittelständische Unternehmen oder für die IHK Rhein-Neckar. Compart eröffnet durch die Weitergabe von Know-how Chancen.


Stadtwerk am See GmbH & Co. KG, Friedrichshafen
Ansprechpartnerin: Susi Mikulic
Tel: 07541 505312
Email: susi.mikulic@stadtwerk-am-see.de
Web: www.stadtwerk-am-see.de
Sozialpartner: Diakonisches Werk Überlingen-Stockach; Diakonie Oberschwaben Allgäu Bodensee; Caritas Bodensee-Oberschwaben      
Branche: Energieversorgung

Über 100.000 Kundinnen und Kunden versorgt das Stadtwerk am See deutschlandweit mit Strom, Erdgas, Wärme und Trinkwasser. Energie ist ein hohes Gut, dessen ist sich das Unternehmen bewusst. Ebenso, dass viele Menschen sich dieses Gut nicht mehr leisten können. Oft stecken sie ohne eigenes Verschulden in finanzieller Not. Bleibt die Energie- oder Stromrechnung dann offen, schalten die Energieversorger den Strom ab. Mit harten Konsequenzen: Das Zuhause bleibt im Winter kalt, an ein warmes Mittagessen ist nicht mehr zu denken. Lebensmittel können nicht mehr im Kühlschrank gekühlt werden. Hier springt das Stadtwerk ein. Mit seinem Sozialfonds, der jährlich 20.000 Euro ausschüttet, sollen Strom- und Energiesperren verhindert werden. Über die regionalen Kooperationspartner Caritas und Diakonie erhalten Betroffene im Versorgungsgebiet des Stadtwerkes finanzielle Hilfen, mit denen sie ihre Rückstände bei der Energie- und Wasserrechnung begleichen können. Diakonie und Caritas geben bei dieser Gelegenheit auch Hilfe zur Selbsthilfe und zeigen, wie die Betroffenen  Stromkosten langfristig senken können.  


SUNTAT Europe GmbH, Mannheim
Ansprechpartnerin: Gizem Weber
Tel: 01577 3735089
Email: gizem.weber@dti-mannheim.de
Web: www.suntat.de
Sozialpartner: Deutsch-Türkisches Institut für Arbeit und Bildung e.V.; Jugendstiftung Baden-Württemberg / Mitmachen Ehrensache; Hochschule der Wirtschaft                                                                                                                                                                                                  
Branche: Lebensmittelhandel

Es gibt nur eins, was auf Dauer teurer ist als Bildung, nämlich keine Bildung. Dessen ist sich der Geschäftsführer der SUNTAT Europe GmbH, Mustafa Baklan, bewusst. Seine Firma ist nicht nur größter Anbieter mediterraner Lebensmittel in Deutschland. SUNTAT war auch erstes Partnerunternehmen des Deutsch-Türkischen Instituts für Arbeit und Bildung. Ein Verein, der junge Menschen mit Migrationshintergrund in die Lage versetzen will, ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten. Hierfür kooperiert der Verein etwa mit der Wirtschaftshochschule Mannheim. Gemeinsam wollen sie den jungen Menschen mit Migrationsgeschichte ein praxisnahes Studium an einer privaten Hochschule ermöglichen. Berufsorientierung, aber auch Demokratiefähigkeit und Sprachförderung sind die Kernthemen des Vereins. Er fördert den Austausch von Menschen mit und ohne Migrationsbiografie, oder eine enge Zusammenarbeit mit Partnern aus den Bereichen Bildung, Arbeit, Wissenschaft und Forschung. Die Jury überzeugte das Herzblut, mit der sich Mustafa Baklan für Bildungsbeteiligung einsetzt. Er selbst sei ein lebendes Beispiel für erfolgreiche Integration.

(v.l.n.r.) Claus Peter Dreher (Vorstand des Caritasverbandes für die Erzdiözese Freiburg), Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut (Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus), Harald Grumser (Compart AG), Hubert Rinklin (Alb-Elektrizitätswerk Geislingen-Steige eG), Mustafa Baklan (SUNTAT Europe GmbH), Katrin Merkle (AHP Merkle GmbH), Prof. Dr. Heike Springhart (Landesbischöfin der Landeskirche Baden), Stephan Burger (Erzbischof der Erzdiözese Freiburg), Oberkirchenrat Urs Keller (Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werks Baden).

Copyright Foto: Uta Rometsch / Caritasverband der Diözese Rottenburg-Stuttgart e. V.