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„Werte in die Zukunft führen“

Unternehmensverbundene Stiftungen: Expertise, Praxisbeispiele und Austausch

Mittwoch, 4. März 2020, IHK Region Stuttgart

Umbruchzeiten in Unternehmen:
Werteorientiertes Handeln als Vorsorge für schlechte Zeiten

  • Fachforum von Caritas-Stiftungen, IHK und Mittelstandspreis für soziale Verantwortung in Baden-Württemberg für über 100 Unternehmerinnen und Unternehmer aus Baden-Württemberg
  • Experten zeigen Chancen von unternehmensverbundenen Stiftungen auf

Auf einen enormen Zuspruch bei Unternehmerinnen und Unternehmern aus ganz Baden-Württemberg stieß am Mittwoch (4. März) in Stuttgart ein Fachforum zum Thema „Werte in die Zukunft führen“. Im Mittelpunkt der Vorträge vor über 100 Teilnehmern standen wertorientiertes unternehmerisches Handeln und die Möglichkeiten, die unternehmensverbundene Stiftungen bieten können. Die Referenten zeigten auf, wie Stiftungen die Zukunft des Unternehmens langfristig sichern und gleichzeitig Sinn stiften können. Die IHK Region Stuttgart, die CaritasStiftung Lebenswerk Zukunft, die Caritas Stiftung Stuttgart, und der Mittelstandspreis für soziale Verantwortung in Baden-Württemberg hatten die Veranstaltung in den Räumen der IHK in Stuttgart gemeinsam organisiert.

„Werteorientierte Prämissen müssen unverrückbar feststehen“

Dr. Nicola Leibinger-Kammüller, Vorsitzende der Gruppengeschäftsführung der TRUMPF GmbH, erläuterte in ihrem Impulsvortrag „Unternehmensführung mit Werten“, wie ein festes Wertegerüst Unternehmen in Zeiten tiefgreifender Veränderungen zukunftsfähig machen kann. Sie ging auf eine werteorientierte, strategische Ausrichtung von Unternehmen ein, die auch in Krisenzeiten ein Höchstmaß an Kontinuität und Sicherheit bietet: „Bestimmte, wertorientierte Prämissen müssen im Unternehmen unverrückbar feststehen.“ Denn, so Leibinger-Kammüller: „Ob wir Werte besitzen, zeigt sich erst in schlechten Zeiten.“ Hier seien Stiftungen ein Garant für Solidität und trügen „wie ein innerer Kompass die Werte der Unternehmen durch die Zeit“.

Stiftungen sollten „Maßanzug“ für Unternehmen sein

Professor Hans Fleisch, Rechtsanwalt und profunder Kenner der deutschen Stiftungs-Szene, erläuterte an zahlreichen Beispielen, wie unternehmensverbundene Stiftungen und maßgeschneiderte Nachfolgelösungen für (Familien-)Unternehmen ein geeignetes Mittel der Geschäftsstrategie sein können. Besonderen Wert legte Fleisch auf die Tatsache, dass das Instrument einer Stiftung sehr variabel – wie ein Maßanzug – gehandhabt werden kann: „Sie müssen sich als Unternehmer genau überlegen, zu welchen Zwecken Sie eine Stiftung gründen wollen. Dementsprechend muss sie ausgestaltet werden.“ Der Stiftungs-Experte warnte zugleich davor, die Entscheidung über eine Stiftungsgründung zu lange hinauszuschieben: „Fangen Sie rechtzeitig an, Ihre Angelegenheiten zu regeln.“

Im Anschluss kamen drei Stiftungsvertreter selbst zu Wort. Sie erläuterten, wie ihre Stiftungen wirken: Dr. Irene Pill (Pill Mayer Stiftung für interkulturellen Dialog), Christiaan Mol (WALA Stiftung) und Edith Wolf (Vector Stiftung) gaben authentisch Einblicke in ihr jeweiliges Stiftungshandeln – und so manchen Impuls für die Teilnehmer, selbst über eine Stiftungsgründung nachzudenken.

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